Narrenzunft d´r Oberwindener Spitzbue e.V.
Narrenzunft d´r Oberwindener Spitzbue e.V.

Chronik

 

Narrenzunft d´r Oberwindemer Spitzbue e. V.

Gegr. 11.11.1954 im Gasthaus Sonne in Oberwinden

 

DIE VORGESCHICHTE

 

Fasnet gabs natürlich schon lange in Oberwinden, seit 1949 veranstaltete der Männerchor am Schmutzige Dunschdig einen Kappenabend in der Sonne. Paul Kanstinger und Josef Schätzle gestalteten mit lustigen Moritaten das Programm. Und auch die Musikkapelle war fasnächtlich tätig, am Fasnet-Samschdig organisierte sie einen Fackelumzug durchs Dorf mit anschließendem Unterhaltungsabend im Gasthaus Bahnhof. Es fehlte eigentlich nur noch der „Spitzbue“.

 

Am Schmutzige Dunschdig 1954 war es dann soweit, die ersten drei Spitzbuebe stellten sich in der Sonne vor: Es waren dies Josef Schätzle, Adolf Dorer und Bernhard Herr. Alle waren begeistert vom Spitzbue und Josef Schätzle deutet den Sinn der harmlos lächelnden Holzlarve darin, dass durch den Spitzbue die lustigen Begebenheiten des ganzen Jahres gesammelt werden und an Fasnet in der Narrenzeitung und in Umzügen glossiert werden sollen.

Der Zunftmeister erklärte die Gestalt und das Kostüm des Spitzbue und schloss die Vorstellung mit dem Spruch:

 

Ritsch-am-bo, Ritsch-am-bo,

de Spitzbue isch jetz do.

Un wer nit on de Fasnet spinnt,

Sich s´gonz Johr nit recht benimmt.

 

 

DIE ENTWICKLUNG – ES GEHT VORAN

 

Die wohl größte Stärke der Spitzbuebe war und ist die Kontinuität in der Zunftführung. Der erste Elferrat beschloss schon, die Wahlperiode für die Elferräte auf 4 Jahre festzulegen. Josef Schätzle führte die Zunft 18 Jahre und gab dann das Amt in die Hände von Leo Schultis, der wiederum bis 1984, 12 Jahre, die Geschicke der Zunft mit viel Idealismus und Herzblut leitete. Mit Martin Krieg steht bis heute erst der dritte Zunftmeister an der Zunftspitze.

FÜRST ERICH – FREUND UND GÖNNER DER SPITZBUEBE

 

Es muss eine göttliche Fügung gewesen sein, die Fürst Erich 1964 nach Oberwinden führte. Er fühlte sich von Anfang an wohl bei den Oberwindemer und er war schon 1965 beim Fasnet-Sundig-Umzug auf dem Wagen vom Ochsen-Stammtisch aktiv bei der Fasnet.

1970 hatte er dann die Idee, mit einem Feuerwerk nach dem Fackelumzug die Attraktivität der Oberwindemer Fasnet zu steigern. Dies ist ihm gelungen. Die vielen Zuschauer, Närrinnen und Narren schauten staunend zum Himmel, der in vielen Farben über Oberwinden funkelte. Es war ein großer Erfolg und für Fürst Erich war klar, dies wird ein fester Bestandteil der Oberwindemer Fasnet. Im März 2015 verstarb Fürst Erich kurz vor seinem 90. Geburtstag.

DAS 50. ZUNFTJUBILÄUM

 

Der Höhepunkt in der Geschichte der Spitzbuebezunft war das Jubiläum zum

50. Geburtstag der Narrenzunft. Vier Tage dauerten die Feierlichkeiten und viele Tausend Besucher kamen zu den drei Umzügen nach Oberwinden.

Höhepunkt war am Sonntag das Vogteitreffen der Vogtei Nördl. Breisgau/Elztal.  

19 Narrenzünfte mit 20 Musikkapellen, Fanfarenzügen und Guggemusiken zogen durch das Dorf. Es war für alle Närrinnen und Narren ein einmaliges Erlebnis. Das schöne Wetter begünstigte an allen Tagen richtige Stroßefasnet, es wurde in über 30 Gaststätten, Buden, Bars und Verpflegungsständen getanzt und geschunkelt. In Oberwinden herrschte Fasnet pur.

DIE ENTWICKLUNG - GEHT WEITER

 

 

Unter Zunftmeister Martin Krieg entwickelte sich die Narrenzunft zu einer festen Größe in der Oberrheinischen Fasnetlandschaft. Die Mitgliedszahlen steigen, der Narrenrat wird permanent verjüngt und mit kreativen Narrenräten ergänzt. Davon profitieren besonders die Spitzbuebe-Zitung und der Zunftabend. Viele Akteure bereichern das abwechslungsreiche Programm der Spitzbuebe. Zu einem absoluten Höhepunkt der Fasnet entwickelte sich der Fackelumzug am Fasnet-Samstagabend. Aus Nah und Fern strömen Närrinnen und Narren in die Elztalgemeinde um ausgelassen Stroßefasnet zu feiern.

 

2008 erfüllen sich die Spitzbuebe einen langersehnten Traum: am Bahnhofplatz wird ein Narrenschopf gebaut. Als Lager, Werkstatt und Sitzungsraum wird der Schopf zur Heimat der Zunft

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Eine weitere Großinvestition wird im Sommer 2015 der Öffentlichkeit übergeben: am Fürst-Erich-Platz wird ein neuer Spitzbuebe-Brunne enthüllt. Nicht mehr traditionell aus Holz, sondern eine Kombination aus Stein und Holz. Der einheimische Steinmetz Jürgen Kammerer und seine Frau Frauke Witzel haben den Brunnen nach den Vorstellungen des Narrenrates geschaffen.

Zunftmeister Martin Krieg & Narrenschopf
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